07.10.2010
Klima / Abkommen
Interview

Erwartungen jetzt reduzieren

Chefökonom Edenhofer über China und den Klimagipfel

Joachim Müller-Soares

Unterhändler aus Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern treffen sich diese Woche im chinesischen Tianjin, um die UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún Ende des Jahres vorzubereiten. Ultimatives Ziel ist ein Kyoto-Nachfolgeabkommen. „In Cancún wird der Kuhhandel noch nicht beginnen“, vermutet Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er habe keine substanziellen Erwartungen an den Gipfel. Vielmehr müsse erst wieder Vertrauen zwischen den Verhandlungspartnern aufgebaut werden. Im Augenblick sei weniger China als die Vereinigten Staaten der große Bremser. „China verfolgt im zwölften Fünf-Jahres-Plan enorm ehrgeizige Ziele“, so Edenhofer im energlobe.de-Videointerview.