28.04.2011
Klima / Folgen
Umweltszenarien

Verstärkte Erosion

Video-Interview mit Klimaforscher Lemke über die Arktis

Alena Müller

Die Arktis zieht sich zurück – die Küstenlinie in arktischen Dauerfrostgebieten reagiert auf den Klimawandel mit verstärkter Erosion und geht im Durchschnitt um einen halben Meter pro Jahr zurück. Zu diesen Ergebnissen kommt ein Konsortium von mehr als dreißig Wissenschaftlern aus zehn Ländern, unter ihnen Forscher vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI).

AWI-Klimaexperte Professor Peter Lemke erklärt im Interview mit ENERGLOBE.DE, warum die Arktis so empfindlich für die globale Erwärmung ist und welche Veränderungen er für die Zukunft erwartet: Vermutlich wird es ab 2070 in der Arktis im Sommer kein Eis mehr geben. Damit steigt auch das wirtschaftliche Interesse an dieser Region – vor allem Gashydrate spielen eine größere Rolle. So nennen Forscher in Eis eingeschlossenes Methan. Es ist bei Energiekonzernen als fossiler Energieträger begehrt.

Weitere Informationen:

Überblick über die Arktisforschung des AWI: www.awi.de

Die Welt, 1. April 2011: Norweger entdecken riesiges Ölfeld in der Barentssee. www.welt.de