31.03.2011
Ressourcen / Kernkraft
Video-Interview

„Per Gesetz abschalten“

DUH-Chef Baake ist gegen das Übertragen von Reststrommengen

Alena Müller, Joachim Müller-Soares

Das Bessere ist der Feind des Guten – diese Maxime scheint sich in der aktuellen Debatte um die deutsche Atompolitik durchzusetzen. Befürworter des vorzeitigen Abschaltens der ältesten Kernkraftwerke finden sich seit der Wahlkampfschlappe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nun auch schon in der FDP, die sich vor einem halben Jahr noch für längere Laufzeiten eingesetzt hatte. FDP-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger warnt sogar davor, die Reststrommengen der alten Meiler auf neuere Atomkraftwerke zu übertragen.

Damit übernimmt sie ein Argument der Atomkraftgegner. Rainer Baake, Chef der Deutschen Umwelthilfe, sprach mit ENERGLOBE.DE über die Reststrommengen der alten Meiler, wenn diese dauerhaft abgeschaltet bleiben sollten: „Wie empfehlen, keine Übertragbarkeit vorzunehmen“, sagt Baake, der einst als grüner Staatssekretär der Regierung Schröder den Atomausstieg maßgeblich mitgestaltete.

Weitere Informationen:

Stellungnahme der Bundesregierung zum Moratorium und dessen Auswirkungen auf Strompreise und Energieknappheit: www.bundesregierung.de